Sportvg III 8:8 Gablenberg II
Pure Erleichterung brach sich um 22:30 Uhr durch ein lautstarkes „Jaaa!“ von Marc Bossert und David Rieß bahn. Ihr 3:2-Doppel-Erfolg markierte den Schlusspunkt eines dramatischen Matches zwischen Feuerbach III und dem ungeschlagenen Tabellenführer Gablenberg II. Nach irren vier Stunden Spielzeit hatte der Gastgeber Feuerbach dem Tabellenführer der Bezirksklasse den ersten Punktverlust beigebracht (Zum Spielbericht).
Zuvor konnte man in 15 Duellen ein ums andere Mal verblüfft feststellen, dass TTR-Werte nur als Orientierung dienen können: Schließlich gewann Feuerbach auch zuvor sieben Partien, die auf dem Papier allesamt an Gablenberg hätten gehen müssen. Besonders beeindruckten dabei Bossert und Rieß, die nicht nur im Doppel harmonierten: Ersterer schlug mit Stjepan Pehar einen Gegner mit 120 Punkten Vorsprung, während Rieß den ehemaligen Mitspieler Markus Klink (140 Punkte mehr) ohne Satzverlust bezwang.

Die Feuerbacher schienen sich dabei gegenseitig zu beflügeln: So blieb Tobias Conzelmann im mittleren Paarkreuz wie Bossert vorne ungeschlagen und Kapitän Paul Baklatsch erkämpfte sich in der Verlängerung des fünften Satzes überdies einen schweißtreibenden Sieg – und natürlich auch hier stets gegen nominell klar stärkere Kontrahenten.
Und damit sind wir wieder im Schlussdoppel, das ohne Feuerbacher Momentum auskommen musste: Schließlich konnte die 7:6-Führung nicht ausgebaut werden, sodass Bossert/Rieß in dem Wissen an den Tisch gingen, dass nur ein Sieg Feuerbach noch einen Punkt sichern kann. Gegen die klar favorisierte Kombination Pehar/Dietmar Kienzle sah es nun nicht gerade gut aus, das Feuerbacher Duo lag regelmäßig zurück. So auch im vierten Satz bei 0:6. Gablenberg fehlten somit nur noch fünf Punkte zum Auswärtssieg. Bossert/Rieß bewiesen jedoch Mut und die Bereitschaft, alles zu investieren, was letztlich im umjubelten 11:9 im Entscheidungssatz gipfelte.
Klar, dass dieser aktionsreiche Abend noch im Wirtshaus „Wichtel“ endete. Das Bier hatte sich das Sextett redlich verdient und attestiere, man habe „ewig nicht mehr so gut gespielt“ – ein Samstag wie gemalt für die dritte Mannschaft.
Es spielten: Marc Bossert, Oli Seng, Tobias Conzelmann, David Rieß, Paul Baklatsch, Nikita Giltmann.